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HomeYaara Tal & Andreas GroethuysenPiano-Duo Yaara Tal & Andreas GroethuysenPiano-Duo Yaara Tal & Andreas Groethuysen

Piano-Duo Tal & Groethuysen

Als Yaara Tal & Andreas Groethuysen sich 1985 aus Anlass eines einzigen Konzertes zu einem provisorischen Klavierduo zusammenschlossen, konnten sie natürlich die Bedeutung dieses Schrittes weder für sich persönlich noch für diese Gattung insgesamt abschätzen. Die unvorhersehbar positive künstlerische Entwicklung und das nicht nachlassende Interesse seitens des Plattenlabels SONY CLASSICAL und des internationalen Konzertmarktes ließen jedoch das Duo Tal & Groethuysen anschließend zu einem der programmatisch spannendsten und klanglich-ästhetisch vollkommendsten Klavierduos überhaupt heranreifen. Deren Schaffen wurde fünf Mal mit dem "ECHO Klassik" gewürdigt, sowie zehn Mal mit dem "Preis der Deutschen Schallplattenkritik", "Cannes Classical Award" etc.

Nachdem Andreas und Yaara die ersten Jahre ihrer Karriere vornehmlich dem diffizileren - und nach aussen hin zunächst nicht ganz so wirkungsvollen - Spiel an einem Klavier gewidmet haben, hat das Duo in den letzten Jahren diesen Schwerpunkt verlagert - und konzertiert und produziert mit Genuss auch das faszinierende, zum Teil nach wie vor unbekannte Repertoire für zwei Klaviere.

Aktuelle News

COLORS - „Tagesspiegel“ 17.9.2017

In der Sonntagsausgabe gab es – wie alle paar Monate – eine Seite mit CD-Empfehlungen. Der Musikchef Frederik Hanssen hat die COLORS CD in der Rubrik „Meine Rettung“ empfohlen. Er schreibt: "Schon mutig, sinfonische Paradestücke von Richard Strauss und Claude Debussy im Arrangement für zwei Flügel zu spielen – und umso erstaunlicher, welche Klangfarbenvielfalt Yaara Tal und Andres Groethuysen dabei ihren Instrumenten entlocken."

POLONAISE

Foto: Gustav Eckart

Save the dates auf BR Klassik

Donnerstag 21.09.2017 19:05 bis 20:00 Uhr
KLASSIKPLUS: Eine Stunde mit Yaara (Gespräch und Musik)

Dienstag 03.10.2017 16:05 bis 17:00
BR Produktionen: Yaara Tal



COLORS und POLONAISE Vorstellung auf SWR 15.09.2017

Die langjährige Redakteurin und Musikjournalistin Dr. Lotte Thaler präsentierte in der letzten Ausgabe ihrer Reihe beide CDs.
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Im Bezug auf die Transkriptionen-CD COLORS hinterfragt sie Sinn und Zweck der Transkriptionen in unserer Zeit, und stellt prinzipiell auch den ästhetischen Aspekt des Ergebnis in Frage. Ihr Resümee: "Doch um zu beweisen, dass dies geht, hat das formidable Klavierduo Yaara Tal und Andreas Groethuysen jetzt seine neueste CD bei Sony unter dem Titel „Colors“ – Farben – herausgebracht."

Zur Existenzberechtigung des Praxis dieser Gattung notiert sie: "Den kritischen Einwand des Approximativen vergessen wir sofort wieder, denn die beiden Interpreten können sich auf eine zweifelsfreie Instanz zur Legitimierung ihrer Einspielung berufen, auf den Komponisten selbst."

In der gleichen Sendung kam auch die POLONAISE CD dran.

Gleich zu Beginn stellt Thaler fest: "Die kesse Yaara Tal schert in letzter Zeit auch öfters einmal aus dem Klavierduo mit Andreas Groethuysen aus und verfolgt gern eigene, ausgefallene Programmideen, die sich vom „Mainstream“ erfreulich absetzen."

Ein wesentlicher Teil der CD-Vorstellung widmet die Journalistin der Berührungspunkte zwischen dem Stil Franz Xaver Mozart und dem des jungen Chopin, und damit folgt sie Yaara's Anregung diesem - zugegebenermassen - spekulativen Moment eine besondere Aufmerksamkeit zu schenken.

Zwei neue Besprechungen der POLONAISE CD auf "CONCERTI" (27.08.2017) und "KLASSIK- HEUTE" (02.09.2017)

Die Anerkennung des Rezensenten Christian Lahneck gilt Yaara zunächst einmal für ihr Wagnis den Mainstream zu verlassen und nach Unbekanntem zu suchen. Dazu würdigt er auch ihr musikalisches Konzept so wie auch ihre Pianistik: "Tal tanzt flexibel, mal weich, mal entschlossen, auf jeden Fall ohne Härte und ohne plumpe Bassstampfer....horcht den melancholischen Zwischentönen sehr feinsinnig nach."

Zum Abschluss gibt er dem geneigten Liebhaber eine Empfehlung: "Wer eine oder mehrere Aufnahmen mit den bekannten Chopin-Polonaisen im Schrank hat, sollte diese Aufnahme als willkommene Ergänzung auf jeden Fall dazustellen."

Die Kritik auf Klassik - Heute gesellst sich dem allgemeinen erfreulichen Resonanz zu dieser Einspielung. Besonders schön hier ist die Würdigung der Leistung des Tonmeisters, denn dem Klang wurden sämtliche 10 Punkten verliehen!

Yaara

Foto: Gustav Eckert

NDR & MDR Kritiken: Yaara Tal - "Polonaise"

Christoph Vratz hat die neue POLONAISE- CD sehr detailliert besprochen und beinah hingebungsvoll nachgehört:

Eine sehr erfreuliche Feststellung eröffnet die Funkrezension des MDR: "Yaara Tal und Andreas Groethuysen sind definitiv eines der besten Klavierduos der Welt. Es gibt Kritikerkollegen, die sagen, das beste der Welt" und in der Fortsetzung: "....Aber schon vor zwei Jahren hat Yaara Tal ein erstes Solo-Album herausgebracht, das von der Kritik einhellig gelobt wurde"


Aktuelles Interview auf BR Klassik

Im Interview mit Falk Häfner spricht Yaara Tal über ihre neue CD POLONAISE und die romantische Klangsprache von Franz Xaver Mozart.

Die ersten Besprechungen von COLORS und POLONAISE sind gleich nach der Veröffentlichung erschienen:

In der Süddeutschen Zeitung im Internet-Portal KlassikiInfo.de und in der WAZ. Als Hörprobe empfiehlt das Duo die Walzerfolge aus dem Rosenkavalier (COLORS) und die Polonaisen op 17/3 und 22/2 (POLONAISE)

Julia Spinola bespricht in der SZ vom 7.8.2017 beide CDs.

Zu POLONAISE notiert sie: "Eine Wunderkindentdeckung hat die Pianistin Yaara Tal gemacht. Auf ihrer neuen CD hält sie ein brillantes pianistisches Plädoyer für den jüngsten Mozart-Sohn Franz Xaver". In weiteren Verlauf der Besprechung befasst sie sich mit dessen Polonaisen die zwischen 1811 und 1818 komponiert wurden, und meint, dass diese Kompositionen von "Yaara Tal mit all ihrem pianistischen Gestaltungsreichtum zu anrührenden Herzensoffenbarungen des jungen Mozart-Sohnes" geformt wurden. Im abschliessenden Satz der Rezension konstatiert die Journalistin: "Diese Polonaisen weisen schon den Weg zu den zauberhaften Jugend-Polonaisen, die Frédéric Chopin im Alter von 11 bis 19 Jahren schrieb"

Wenn man eine Transkriptionen CD veröffentlicht ist man als Pianist immer "besorgt" ob der Hörer nicht frustriert wird wenn der Orchesterklang auf das Klavier "reduziert" wird. Um so erfreulicher ist es, dass Julia Spinola bei Ihrer Kritik zu der neuen COLORS CD meint, dass bei dieser CD "vermisst man das Orchester in keinem einzigen Takt." Mehr noch: Im Vergleich zwischen dem Orchester-Original und dem Klavier wird die pianistische Darbietung besonders lobend eingestuft: "So elektrisierend gespielt wie hier scheint die gesamte kompositorische Substanz der Stücke in diesen Klavierfassungen auf eine Weise intensiviert und konzentriert zu sein, dass man sie vorerst gar nicht anders hören will."

Ähnlich äussert sich Klaus Kalchschmid im KlassikInfo:

"Yaara Tal hat ein gutes Gespür für das Janusköpfige dieser Musik und beschwert sie nicht mit allzu großem Ausdruck, sondern hält stets eine perfekte Balance zwischen Eleganz und Expression."

Und zu COLORS notiert er: "Tal/Groethuysen zaubern freilich auch immer wieder durch feine Nuancen des Anschlags und durchsichtiges Zusammenspiel, etwa im abschließenden „Gespräch des Windes mit dem Meer“. Das gelingt den beiden auch in einem wunderbar rhythmisch pointierten und mehrstimmig aufgefächerten „Tanz der sieben Schleier“ Salomes, der raffinierten Walzerfolge aus dem „Rosenkavalier“ und der berühmten Tondichtung „Till Eulenspiegels lustige Streiche“, die hier fast noch mehr quirligen Witz entfaltet als in der Originalfassung für Orchester."

Eine besonders ansprechende Rezension der COLORS CD erschien am 3.8.2017 in der WAZ: Schon der Titel ist höchst schmeichelhaft: "Grandioses Duo" und der abschließend Resümee neben der 5 Sternen Bewertung lautet: "Grosses im Meisterhand".

In dem Beitrag wird die musikalische Lebensleistung des Duos gepriesen: "Pianisten -Entdeckungen kommen und gehen- ein Duo wie das vom Yaara Tal und Andreas Groethuysen gehört zu jenen Konstanten, bei der Flügel-Feinschmecker wissen, das sie erwarten dürfen". Die Beschreibung des Repertoires auf der CD: "fein ziseliert bis abenteuerlich schön.... Eine Delikatesse"


POLOANISE

Der Hessischer Rundfunk hat in seiner Sendung "CD-Tipp" vom 18.8.2017 Yaara's POLONAISE seinen Hörern empfohlen.

Das Fazit des Journalisten, Mainolf Bunsmann, lautet: "....Vor allem aber ist diese CD eine Entdeckung und vielleicht auch eine Rehabilitierung von Franz Xaver Mozart. Das sind sehr hörenswerte Stücke, die so gar nichts mit Vater Wolfgang Amadeus Mozart, aber sehr viel mit Franz Xaver und der Musik seiner Zeit zu tun haben."

Über seine Bewertung des Spiels und der Interpretation lässt sich in einem Artikel nachlesen wie auch in einem charmanten Podcast hören, alles hier:

P.S. Die Annahme des Rezensenten, dass es sich dabei um die erste Solo-CD von Yaara handelt, stimmt freilich nicht, denn seit 3 Jahren ist die "Seven last words" CD auf dem Markt.


COLORS

Die Presse verwöhnt das Duo seit Jahrzehnten mit guten bis schmeichelhaften Kritiken. Aber nach wie vor ist es erfrischend-erfreulich zu sehen wie ernsthaft und fachkundig die Journalisten sich mit dem, was das Duo anbietet, auseinandersetzen.

So auch in der aktuellen RONDO Ausgabe vom 19.8.2017.

Guido Fischer spricht darin über die überraschende und nicht so allgemein bekannte Verknüpfung zwischen Debussy und Strauss, und auch über die Musiker, die die Transkriptionen dieser CD besorgten: "....Ihnen allen gelang es vorbildlich, nahezu die gesamte, wogend changierende Klangfarbenpalette, über die ansonsten nur ein riesiger Orchesterapparat gebietet, auf die schwarzen und weißen Klaviertasten zu übertragen. Mit so manchen Überraschungen, wie Tal & Groethuysen mit reichlich Schwung, Hingabe, Charme und dem nötigen Schuss Klangparfüm jetzt unterstreichen."

Neue CD Veröffentlichung: POLONAISE. Franz Xaver Mozart & Frédéric Chopin

Es war die Gunst der weihnachtlichen Stunde Ende 2013, die mir zwei Notenbände des G. Henle Verlags ans Klavier brachte. Darin war das Gesamtwerk für Klavier von Franz Xaver Mozart (1791 - 1844), zum Teil zum ersten Mal veröffentlicht. Wolfgang Amadeus als Vater zu haben, muss eine besondere Erfahrung gewesen sein, und Musik, die so ein Sohnes-Leben hervorbringt - ob bedeutend oder marginal für die Musikgeschichte - ist allemal von einer besonderen Aura umweht.

Es war für mich die erste Begegnung mit seinen Kompositionen: Zu behaupten, dass es eine Liebe auf dem ersten Blick war, würde die Sache zu pauschal beschreiben. Neugierde und Bedürfnisse wurden trotzdem erweckt.

Und da entdeckte ich die Polonaisen. Ein Entrinnen war nicht mehr möglich.

Die Geburtsstunde der romantischen Polonaise

Die Ungunst der Stunde, wiederum, wollte es, dass der Sohn nur vier Monate vor dem Tod des Vaters geboren wurde. Doch obwohl die Zeit fehlte, den Vater noch kennenzulernen, sollte sein Schicksal ein Leben lang an den berühmten Vater gebunden bleiben. Die Strategie, mit der die Mutter Constanze sein Dasein als Sohn inszenierte, machte aus ihm einen Artikel, der zum Label Mozart gehörte, den die Mutter so gut zu vermarkten wusste. Dem von Natur aus sehr zarten Kind war die Rolle des erfolgreichen, genialen Erben zugedacht: Ruhmreich wie der Papa zu sein war Auftrag und Befehl zugleich. Dass er trotz dieses enormen Drucks überhaupt eine Existenz als Musiker führen konnte, ist wohl das untrüglichste Zeichen für seine außergewöhnliche musikalische Begabung als Pianist und Komponist.

In den folgenden Konzerten des Duos in diesem Sommer wird Yaara auch einige der schönsten Polonaisen von Franz Xaver Mozart zu Gehör bringen:

Neue CD-Veröffentlichung: COLORS

"Es scheint mir schwer, etwas anderes als Enthusiasmus für dieses Werk zu empfinden" schreibt Debussy 1907, nachdem er eine Pariser Aufführung von Salome, vom Komponisten selber dirigiert, erlebte.

Erheblich nüchterner fällt dagegen der Kommentar von Strauss nach dem 1. Akt von Debussys Oper Pelléas et Mélisande aus: "Geht das die ganze Zeit so weiter? ...Nichts anderes? ...Es gibt nichts... Keine Musik... Keine Entwicklungen"...

Nichtsdestotrotz beschäftigt sich Strauss weiter mit der Musik Debussys und dirigiert kurz danach die österreichische Erstaufführung des Prélude à l'après-midi d'un faune. Recht kritisch dagegen muten die Worte Debussys 1901 nach der ersten Begegnung mit Till Eulenspiegel an: "Dieses Stück gleicht einer Stunde neuer Musik bei den Verrückten".

Obgleich beide Kompositionsgenies und Musikerneuerer durchaus unterschiedlicher Auffassungen waren, wie Musik beschaffen sein sollte, waren beide mehr oder weniger Wagner verpflichtet. So kommen sowohl der Faun als auch Till etwa ohne den Tristan-Akkord nicht aus: Beim Faun ist es der erste Akkord im Stück (nach der verträumten Kantilene) und beim Till ist es das zweite Thema, das sich um den berühmten Akkord rankt.

Im Spannungsfeld zwischen dem Werk von Debussy und Strauss sucht diese CD ihren Weg und ist damit nach "1915" die nächste Produktion des Duos, die sich mit Debussy im Lichte seiner Zeitgenossen befasst, und unweigerlich wieder den Bogen bis Wagner spannt ("Die Berauschten". Wagnerverehrung an beiden Rheinufern).

Dirigent Reinhard Goebel engagiert Yaara für eine Produktion mit dem Bayerischen Rundfunk Orchester

Was verbindet die Arie "Wenn man will zu Mädchen gehen" aus Dittersdorfs Oper Der Apotheker und Doktor mit der Aria "Se voi bramate" aus der Oper Il re Teodoro in Venezia von Paisiello, und weitere 20 Arien aus den 1780er Jahren?

Diese waren in Wien der damaligen Zeit recht populär und allgegenwärtig, und der heute in Vergessenheit geratene Komponist Ferdinand Kauer (1751 – 1831) hat sie in einer Fantasie für ein Tasteninstrument zusammengebündelt.

Eine moderne Fassung dieses Werks für Klavier und Orchester wurde Mitte Juni 2017 mit dem Münchner Rundfunk Orchester unter Reinhard Goebel und Yaara am Klavier produziert.

Foto: Ulrich PlutaFoto: Ulrich PlutaFoto: Ulrich Pluta

Fotos: Ulrich Pluta 

Yaara spielt eine neue CD ein.
18/19. Dez. 2016


Dass W.A.Mozart sechs (eheliche) Kinder hatte ist nicht so bekannt. Leider überlebten nur zwei davon. Der 6., Franz Xaver (1791-1844), wurde erst vier Monate vor dem Ableben des Vaters geboren.

Constanze Mozart hatte den Knaben mit dem Auftrag versehen, so genial und erfolgreich zu sein wie der Papa. Das es nicht so kommen konnte, liegt auf der Hand! Und trotzdem wurde F.X.Mozart zu einem Klaviervirtuosen wie auch zu einem respektablen Komponisten.

2011 hat der Henle Verlag zusammen mit dem FXM-Experten Dr. Karsten Nottelmann das Gesamtwerk des FXM herausgegeben, und darin fanden sich wunderschöne Polonaisen! Daraus wird nun eine CD: Die Aufnahme (Koproduktion Sony/BR) wurde kurz vor Weihnachten 2016 eingespielt. 

Hier ein Photo aus dem Studio.
Tonmeister: Jörg Moser (ganz links), Klaviertechniker: Vinzenz Schuster (ganz rechts)

Tonmeister: Jörg Moser (ganz links), Klaviertechniker: Vinzenz Schuster (ganz rechts)

Zwei Tage vor dieser CD-Aufnahme, quasi als eine Generalprobe, spielte Yaara das CD Programm als Konzert für die Mitarbeiter des Henle Verlags, als Dank für die Herstellung der Ur-Edition. Für die Verlagsleute war es die erste akustische Begegnung mit diesem Repertoire!

Hier einige Fotos von diesem Event. Der abgebildete Mann ist der Direktor des Verlags, Dr. Wolf-Dieter Seiffert.

Foto: Magdalena TrinklFoto: Magdalena TrinklFoto: Magdalena TrinklFoto: Magdalena Trinkl
Fotos: Magdalena Trinkl

Badenweiler
Badenweiler Musiktage 3.11.2016
Beethoven, Schubert, Mendelssohn

Zum 5. Mal in der jüngsten Geschichte - das alteingesessene Festival hatte einige Zeit pausiert - war es Anfang November wieder so weit: Unter dem Motto "An die Freundschaft" präsentierte das feine und edle Festival ein mutig zusammengestelltes Programm.

Eine Idee des Veranstalters (Klaus Lauer) war, die "Grosse Fuge" Beethovens sowohl in der Quartett-Fassung (Emerson) wie auch in der Fassung für Klavier zu vier Händen (T&G) erklingen zu lassen.

Und so kommentierte Eleonore Büning, FAZ vom 9.11.2016, dieses Experiment:
"... Begonnen hatte das Festival mit einem Auftritt von Yaara Tal und Andreas Groethuysen, die verwegen genug waren, die Quartettfuge in der von Beethoven selbst verfassten Version für Klavier zu vier Händen zu spielen. Live. Tadellos. Sie kommen durch: eigentlich ein Ding der Unmöglichkeit...." Natürlich fragt man sich ob die Klangversetzung auch den Charakter des Werkes verändert. Dazu Büning: "Dabei verliert diese Fuge mit ihren Wunden und Abgründen, nichts von der Wirkung des Originals"

Diese Fuge inspirierte Christian Wildhagen, Neue Zürcher Zeitung vom 10.11.2016, zu dem Titel seiner Sammelrezension: "Das radikalste Werk der Musik". Der Nebentitel dazu: "Das Emerson String Quartet feiert an den Musiktagen sein 40-jähriges Bestehen. Für einen Höhepunkt sorgen das Klavierduo Tal - Groethuysen und der Schweizer Pianist Gilles Vonsattel"

"Die Zeit steht still" betitelt die Badische Zeitung seine Besprechung und beschreibt ausführlich den Eindruck, die Schuberts Fantasie in f-Moll hinterlassen hat: "Diese Tragik formen Yaara Tal und Andreas Groethuysen in einer Plastizität aus, die einem den Atem stocken lässt. Die beiden großen Generalpausen verwandeln sie in eine Stück Unendlichkeit – die Zeit steht still. Schon wie das Klavierduo einsteigt in das berühmte erste Thema – ganz behutsam, ungemein rubatierend, weil mit den Temposchwankungen die Zerbrechlichkeit der Musik besonders deutlich wird. Eine Interpretation, die man erst einmal verarbeiten muss – ein Moment, der sich leider nur in der Erinnerung festhalten lässt. Wenigstens das."

Das Max-Reger-Jahr 2016 ist fast vorbei!

Die Hochschule für Musik und Theater in München hat dem Jubilar ein Festival gewidmet, dass das umfangreiche Oeuvre des Komponisten präsentierte. Musiziert hatten Lehrende und Studierende des Instituts. Es war wahrlich ein Fest, und viele Münchner hatten sich zum ersten Mal mit dem Werk ihres ehemaligen Stadtbürgers (1901 - 1907) befasst, und sich für ihn begeistern lassen.

Erfreut über die Einladung der Hochschule dabei mitzuwirken, hat das Duo Regers Variationen und Fuge über ein Thema von Beethoven op. 86 im Konzert am 1.11. 2016 gespielt.

Dazu vermerkte die Süddeutsche Zeitung (Klaus Kalchschmid) vom 3.11.2016:
"Höhepunkt des Abends war der Auftritt von Andreas Groethuysen und Yaara Tal, beide ebenfalls Professoren, aber eben auch eines der weltweit besten Klavierduos. Wie die beiden die Variationen und Fuge über ein Thema von Beethoven für zwei Klaviere op. 86 musizierten, war schlicht ein Ereignis und bewies, dass man Regers teilweise ungemein dichten und komplexen Satz einfach auf hohem Niveau luzide durchleuchtet spielen muss."

Lebensstufen

Detmold
Konzerthaus 18.10.2016
Mendelssohn, Beethoven, Reger.

Reger (Variationen über ein Thema von Beethoven) im Programm ist heuer kein Zufall. Viele Musiker verneigen sich vor dem grossen aber recht "unsexy" Komponisten deutscher Nation: Seit 100 Jahre tot und immer noch in Wartestellung auf den triumphalen Eintritt ins internationalen Konzertleben.

Davor Mendelssohns Oktett op. 20 und Beethovens Grosse Fuge, beide Werke sind 1825 entstanden, ursprünglich für Streicherbesetzung, und im Detmold nun auf einem Klavier: Die Komponisten selber haben diese alternativen Fassungen besorgt!

Das Duo widmete das Konzert und vor allem die Fuge dem Bratschisten des Artemis-Quartetts, Friedemann Weigle, der im vergangenen Jahr aus dem Leben schied.


Lippische Zeitung 20.10.2016

Yaara Tal und Andreas Groethuysen überzeugen in Detmold mit überschäumender Spielfreude und klanglicher Brillanz. Professionalität und Lockerheit paaren sich zu einer nuancenreichen Darbietung.

Yaara Tal und Andreas Groethuysen in Detmold

Foto: Thomas Krügler

"Ein hochkarätiges Klavierduo hat die Saison der Meisterkonzerte eröffnet. Yaara Tal und Andreas Groethuysen holten die große Welt der Klaviermusik ins Konzerthaus ..."

"Als die israelische Pianistin Yaara Tal und ihr deutscher Partner Andreas Groethuysen sich 1985 zusammenschlossen, hatte das Folgen für die Gattung Klavierduo. Ihre Neugierde holte viele unbekannte Werke dieser Besetzung hervor. Inzwischen sind sie eines der programmatisch spannendsten und klanglich vollkommensten Duos weltweit..."


Lippe Aktuell 22.10.2016

"...Mehr als einmal reibt man sich an diesem Abend baff die Ohren. Ahnt stummes Staunen im Saal. Viel feiner und lebendiger, homogener im Zusammenwirken und klarer im Klang als das Duo Tal & Groethuysen lässt sich das Spiel à quatre mains kaum realisieren. Beglückt atmet man am Ende mit den beiden aus.Und dass es rauschender Applaus ist, der dieses Dream-Team der vierhändigen Klavierliteratur von der Bühne geleitet, versteht sich von selbst."

Eine neue CD aufgenommen!
30.9. - 2.10. 2016
Koproduktion Sony - BR

Als Fortsetzung der Beschäftigung mit französischer Musik um den Komponisten Claude Debussy (1862 - 1918) haben Yaara und Andreas erneut eine ungewöhnliche Kombination zusammengestellt. War es drei Jahre zuvor Richard Wagner, der im Lichte Debussys neu erklang ("Die Berauschten"), oder Reynaldo Hahn ("1915"), so ist es jetzt Richard Strauss (1864 - 1949).

Beide Komponisten gehörten chronologisch zur gleichen Generation - allerdings lebte Strauss mehr als 30 Jahre länger - und beide waren zunächst Wagnerverehrer wie die meisten Zeitgenossen. Strauss konnte sich als Opernkomponist sensationell erfolgreich etablieren, Debussy schuf lediglich ein Meisterwerk in dieser Gattung (Pelleas und Melisande), dieses aber ist eine der bedeutendsten Opern des 20. Jahrhunderts!

Dagegen ist das Werkverzeichnis der Klavierwerke Debussys reich und bedeutend, wobei dieses überhaupt nicht die Domäne Strauss war. Da wo sie vergleichbar waren ist das Orchester-Repertoire, und das ist auch das Thema der neuen CD. Darin sind 5 Transkriptionen enthalten.

Fast zeitgleich entstanden L'après midi d'un faune und Till Eulenspiegel (1894/1895), 1905 La Mer und Salome. 1911 der Rosenkavalier. Ein spannendes Thema!


9.11.2016 - CD Aufnahme

9.11.2016 - CD Aufnahme

Recording Producer: Jörg Moser, Recording Engineer: Peter Urban, Klaviertechniker: Vinzenz Schuster

Sommer-Akademie Salzburg
Mozarteum
1. - 6. 08.2016

Zum ersten Mal sind wir der Einladung der Akademie, die heuer das 100-jährige Jubiläum gefeiert hat, gefolgt und haben eine Masterclass gehalten. An der beliebten Akademie haben mehr als 1000 Musiker teilgenommen, von denen neun als Preisträger hervorgegangen sind. Erfreulicherweise gehörte das Klavierduo Buchberger - Zahn (im Foto gleich links neben Andreas und Yaara stehend) zu diesem ausgewählten Kreis!

Sommer-Akademie Salzburg

Richard Strauss Festival 2016
Garmisch-Partenkirchen
13.06.2016
Schubert, Debussy, Strauss

Die erste Hälfte dieses Konzertes haben wir Kompositionen von Schubert zu vier Händen gewidmet, wobei nach der Pause drei Transkriptionen für zwei Klaviere von Orchesterwerken zu hören waren. Aus Richard Strauss's Oper Salome stammte der "Tanz der Sieben Schleier", und aus dem Rosenkavalier erklang eine Walzerfolge. Am Ende des Programms tobte "La Mer" Debussy's.

Obgleich auf dem ersten Blick diese Auswahl an Werke recht willkürlich und dramaturgisch etwas labil zu wirken scheint, schält sich alsbald die dahinter stehende sinnstiftende Idee: Einmal ist es höchst spannend zu sehen welche Musik Strauss (Salome) und Debussy im gleichen Jahr (1905) an der Grenze zur Atonalität komponierten, und wie sie diese Aufgabe gelöst haben!

Und dann ist es der Walzer in seinen verschiedenen Erscheinungs-Varianten: Die Ländler Schuberts, das Intermezzo in seiner Fantasie, Salome's wilder Tanz (!), die Suite aus dem Rosenkavalier so wie so, und wenn man genau hinhört, so ist der 2. Satz aus Debussy's La Mer ebenfalls ein Geschwind-Walzer.

Um bei Walzer zu bleiben: Als Encore haben wir dem Publikum u.A. das nostalgische "Altwien" von Godowsky ans Herz gelegt, ja, ein Walzer...

Garmisch-Partenkirchener Tagblatt 15. Juni 2016
"Umjubelt,
...Virtuose Kaskadenläufe sind mal der Bassregion, die Groethuysen zum Funkeln bring, mal dem Sopran, den Tal jubeln lässt zugeordnet.(...) Ergriffene, andächtige Ruhe, ehe der Beifall losbricht, nach einer Stunde Schubert, wie man ihn schöner kaum denken kann. (...) Ein grossartiger Abend"

Stuttgarter Chorfest. Eröffnungskonzert
Liederhalle 26.05.2016
Brahms, Smutny (UA der Gesamten Komposition)
SWR Vokalensemble Stuttgart. Florian Helgath

Ca. vor einem Jahr wurden einige Sätze des Zyklus von Daniel Smutny (1976) zur Aufführung gebracht. Die "12 Lieder einer Liebe" sind dem Duo und dem Vokalensemble gewidmet.

Nun konnte das fast einstündige Werk in dessen Gesamtheit erklingen, und erwies sich als ein originelles und bisweilen ein amüsantes, vergnügliches Werk. Smutny bezieht sich in seiner Komposition auf Meister der Vergangenheit und dabei entstehen nicht nur Lieder der universellen Liebe, aber auch der persönlichen Liebe des zeitgenössischen Komponisten zu den Meistern der Vergangenheit.

Im Anschluss an das Konzert wurden die Lieder (z.T. sind es auch Solo-Stücke für Klavier zu vier Händen) aufgenommen.

Wie immer wird es spannend zu betrachten, ob das Werk in den nächsten Jahren zum Chor-Repertoire-Stück sich entwickeln wird. Es ist probenintensiv, und bedarf eines Chores, dessen Kompetenz in Interpretation von "neuen Musik" durchaus strapazierfähig ist! In einer Besprechung der Esslinger Zeitung vom 28.05.2016 war zu lesen:

Wunderbar filigran und doch prägnant indes das vierhändige Klavierspiel des grandiosen Duos Yaara Tal und Andreas Groethuysen.

Schwetzinger Festspiele
18.05.2016
Schubert

Es ist das letzte Jahr, dass Dr. Marlene Weber-Schäfer diese Festspiele leitet und auf ihren Wunsch hin, quasi als Abschiedsgeschenk, haben wir unser Programm Schubert gewidmet.

Darin waren vertreten drei seiner absoluten Meisterwerke für Klavier: Die Variationen in As - Dur, das Divertissement à la Hongroise und die "Ewige Fantasie" in f-moll. Den Abend haben jedoch Miniaturen der kostbarsten Sorte eröffnet: 20 Ländler, die Brahms für Klavier zu vier Händen eingerichtet hat. In diesen Kompositions-Juwelen entfaltet sich die ausserordentliche Erfindungsgabe Schuberts mit differenzierter Empfindung beseelt und mit enormen Kontrolle gestützt.

In der Sammelkritik aus der Südwestpresse war zu lesen: "..... Wenn das HBO Sinfonien von J.M. Kraus mit Schubert kontrastierte so nahm das herausragende Klavierduo Tal und Groethuysen Schuberts Musik wieder auf. Atemberaubend in ihrer Feinfühligkeit und Stilsicherheit ist ihre Interpretation der Schubertschen Introspektion"

München, Allerheiligen Hofkirche 23.3.2016
"Sieben letzte Worte"
Haydn + Schönberg, Bartok

Im Anschluss an den Konzerten in Salzburg und Blaibach (neues Konzerthaus) kam der Auftritt in der wunderschönen Kirche in der Münchner Residenz. Nach einer ausführlichen Einführung mit Musikbeispielen hat Yaara das identische Programm wie auf ihrer Konzept-CD "Seven last Words" präsentiert. (Hier bitte zum CD verlinken) Erfreulich war die beglückende Resonanz der Publikums und die so sinnige Besprechung in der Süddeutsche Zeitung: "....So gelingt ein Epochen-Potpourri als überzeitliche und sinnliche Meditation in einem hervorragend musizierten und intellektuell anregenden Konzert".

Am Konzerttag hat Yaara auch ein Interview dem Bayerischen Rundfunk gegeben.


Allerheiligen HofkircheAllerheiligen HofkircheAllerheiligen Hofkirche
Fotos: Ernst Denk



Freiburg, Albert-Konzerte 11.2.2016
Bach: Goldberg Variationen

Fassung für 2 Klaviere von J. Rheinberger, von Max Reger revidiert

...Und wieder war es der Zauber dieser Komposition, dem sowohl Rheinberger, Ende des 19. Jahrhunderts, sowie auch Reger vor 100 Jahren erlegen waren. So entfaltete sich der Abend in Freiburg wie von selbst....

Badische Zeitung 13.2.2016
"Das Phänomenale des in seinem Ablauf ungewöhnlichen Albert-Abends war vor allem – wer das Duo kennt, weiß es – die Homogenität dieser auch die Nuancen des Leisen pflegenden Pianisten. Zwei Spieler sprachen mit einer Stimme. Wie sie auf feinfühligste und geschmackvollste Weise Licht in die jeweils aus Tanz, Bravourstück und Kanon bestehenden Bach’schen Dreiergruppen brachten: Das bewies eminente Klavierkunst. Ein Paar, das sich gleichsam blind versteht."

Der Auftakt zu Max Reger Jahr
Weiden 24.01.2016

Vor 100 Jahre verstarb einer der extravagantesten Komponisten der Musikgeschichte. Max Reger. Der in Weiden i.d. Oberpfalz geborene Workaholic ist nach wie vor ein Outsider im Konzertbetrieb geblieben: Unangepasst, oft zu komplex, opulent. Aber auch zart, verführerisch, traurig. Die Stimmung wechselt unvermittelt. Man weiß nicht immer warum oder wohin. Um so mehr ist es die rechte Zeit sich für dieses Sorgenkind einzusetzen. Wir haben das seit Bestehen unseres Duos getan, war doch Reger schon ein Bestandteil unseres aller ersten Klavierabends: Da spielten wir die witzig-grotesken Burlesken!

Seitdem hat unsere Verehrung diesem Komponisten nicht nachgelassen, und es ist eine Reihe von Einspielungen seiner Werke entstanden:

Goldberg VariationsMax RegerChoralMax Reger

Im Weidener Konzert haben wir (nebst Kompositionen von Mozart) Reger's Variationen über ein Thema von Beethoven op. 86 für zwei Klaviere gespielt. Die Zugabe war eine Überraschung, die wir extra für dieses Konzert einstudiert haben: Die britische Hymne "God save the Queen" so wie Reger sie sich phantasiert hat. Komponiert in Weiden im Januar 1901 anlässlich des Todes von Königin Victoria. (In Deutschland war diese Melodie bekannt und populär unter dem Titel: Heil Dir im Siegeskranz!)

Die Presse fasste so das Dargebotene:
"Es bedarf dabei der Klasse eines symbiotisch zusammenwirkenden Duos, um den Schattierungen und Farben differenziert und plastisch zu begegnen, ohne in Hektik und Effekthascherei zu verfallen. Das gelang Yaara Tal und Andreas Groethuysen in vollendeter Klarheit und Präzision, mit wenig Pedaleinsatz und mit fast minimalistischem Blickkontakt und Körperimpulsen".


Weiden
Foto: Kunz

Olpe 15.01.2016
Burghausen 22.01.2016
Mozart, Mozart/Grieg, Debussy, Strauss

"Was dieses geniale Duo dem Olper Publikum zu bieten hatte, war wirklich fantastische Kunst!"

Klavierabend im Herkulessaal, München 06.12.2015
Beethoven, Reger, Debussy

Ein Heimspiel bedeutet einerseits ein wohlwollendes Publikum und gleichzeitig auch sehr hohe Erwartungen und man möchte niemanden enttäuschen. Also steht dieser Konzerttermin als Leuchtturm mit erkennbarem Schatten in der Agenda. Und die Aufregung bei uns ist schon speziell...

Daher nun die grosse Erleichterung ob des gelungenen Abends.

Das Fazit der Rezensentin der Süddeutschen Zeitung vom 8.12.2015: "....Tal und Groethuysen haben über den Abend hinweg Musikgeschichte in ein hochspannendes Stück Musiktheater mit 20Fingern verwandelt." Das klangliche Ergebnis der Beethoven Variationen zu vier Händen beschreibt sie folgendermaßen: "Es ist herrlich, welch weichen Bass Groethuysen erzeugt und wie sinnlich-keck Tal die Oberstimme darauf setzt. Da macht die Aufsplittung auf vier Hände Sinn - nicht nur, weil es voller wird, sondern weil mehr Ausdruckmöglichkeit zur gleichen Zeit vorhanden ist. Ein erstaunlicher Effekt: Das Spiel ist transparent und klar, aber gleichzeitig auch hoch theatral."

Übrigens: Als zweite Zugabe konnten wir dem Publikum die 11. Studie von Reinhard Febels Kunst der Fuge präsentieren. Das Stück kam wie in der UA in Ansbach blendend an, und viele lobten den swingenden und jazzigen Drive des Werkes. Diese Komposition könnte womöglich eine der bedeutendsten Beiträge zur modernen Literatur für zwei Pianisten werden!

HerkulessaalFoto: Ernst Denk

Preis der Deutschen Schallplattenkritik
15.11.2015
"1915" gewinnt in der Rubrik Tasteninstrumente.

Zum 10. Mal (!) gewinnt das Duo diesen Preis, der von einer unabhängigen Jury verliehen wird. Aus der Begründung der Jury: An Ideen zur programmatischen Perspektiverweiterung fehlt es dem Klavierduo Tal & Groethuysen nicht, wie diese neue Sony-Einspielung unter dem (musik)geschichtlichen Motto „1915“ einmal mehr beweist....Trügerisch friedfertig erscheint so das Jahr 1915, zumal die herzerwärmenden, intelligent-sentimentalen, auch depressiv angehauchten Stücke von Hahn den Hörer in die Welt einstiger Übereinstimmung von Kunst und geschmeidiger Unterhaltung versetzen."

Goldberg Variationen
Eine bunte und üppige Konzertreihe in der Frankfurter Alten Oper
04.10.2015

Es sind schon mehr als drei Jahre vergangen, seit dem wir das letzte Konzert mit den Goldberg Variationen gespielt hatten, und als die Einladung nach Frankfurt kam, haben wir es uns ernsthaft überlegt, ob wir am Ende einer recht anspruchsvollen Saison noch ausreichend Kraft und Inspiration finden werden, dieses Meisterwerk neu aufzunehmen.

Nun sind wir froh, dass wir die Mühe nicht gescheut haben, denn das fantastische Werk hat uns wieder begeistert und bewegt.

Die Fassung für zwei Klaviere hat Josef Rheinberger Ende des 19. Jahrhunderts besorgt und Max Reger weiter ins rechte Licht des angehenden 20. JH gerückt. Wir wiederum, erlauben uns darauf die "postmodernen Spirits" des 21. JH zu stülpen, und im folgenden Video auch dies zu erklären und zu demonstrieren:

Beethovenfest Bonn - "Changes" 
27.09.2015

Für das Beethovenfest hat das Duo ein ehrgeiziges Programm zusammengeschmiedet. Das Thema des Festes, von der neuen Intendantin Nike Wagner ausgesucht, hiess "Changes", also Veränderungen, Variationen, Variablen...

Das Programm von T&G präsentierte zunächst zwei Variationswerke vom Beethoven selber für einen Klavier zu 4 Händen. Beide Werke mit Entstehungsdatum um die Wende vom 18. ins 19. JH werden so gut wie nie im Konzert gespielt, was ein mittelprächtiger Jammer ist, denn das erste davon - nach einem Thema des Grafen Waldstein - sehr theatralisch ist, und das zweite, über das Lied "Ich denke Dein" ist zauberhaft lyrisch. Anschliessend folgten die Variationen über ein Thema von Beethoven von Camille Saint-Saëns. Das Thema ist der Klaviersonate op. 31/3 entnommen (und für uns war es ein neues Repertoirestück).

In der zweiten Hälfte erklangen die grandiosen Beethoven-Variationen op. 86 von Max Reger. Da diese auf der 11. Klavier-Bagatelle aus Opus 119 basiert sind, hat das Duo eine originelle Idee ersonnen: Es brachte alle Bagatellen dieser Sammlung zum Gehör, jedoch in alternierenden Ausführung: Die 1., 3., 5., etc hat Andreas gespielt, und die 2., 4., 6., etc Yaara. So ergab sich eine Art "Ping-Pong" zwischen beiden Klavieren und Pianisten. Die 11. Variation hat das Duo so gespielt wie Reger sie haben wollte, nämlich auf beiden Flügeln verteilt, und dann ging es direkt in die Regerschen Variationen.

Im Bonner General-Anzeiger konnte man über die Regerschen Variationen lesen: "Tal und Groethuysen bewältigen diesen pianistischen Koloss nicht nur, sie machten ihn von Anfang bis Ende spannend, ja stellenweise geradezu kurzweilig". Mehr

Der Rezensent der Bonner Rundschau öffnet seine Besprechung mit der Beobachtung: "Für Enthusiasten gelten Tal &Groethuysen als das beste Klavierduo der Welt". Und zwei Sätze später - da muss man recht vergnügt schmunzeln - steht: "Seit 30 Jahren ein schönes Paar". Der abschliessende Satz seiner Kritik lautet: "Gut dass es dieses Duo gibt!".

Bei so viel Lebensfreude kann auch die Chefin nicht fehlen: Hier ein Foto mit Nike Wagner. Schade, dass Andreas noch beim signing war!

Nike Wagner & Yaara Tal
Foto: Beethovenfest Bonn

Yaara Tal & Andreas Groethuysen
Foto: Beethovenfest Bonn

ARD - Musikwettbewerb 2015

Jährlich im September, pünktlich bis zum Auftakt des Oktoberfests, veranstaltet der ARD seinen Internationalen Musikwettbewerb in München. Traditionsgemäß wechseln sich die Fächer, und heuer haben wieder einmal zahlreiche Klavierduos eine Chance bekommen sich zu präsentieren. Das gewünschte Repertoire hat nebst den - mehr oder weniger - berühmten Kompositionen von Mozart und Schubert auch "Extravaganza" als Pflicht: C.M. von Weber bereits in der Vorrunde, dann Tanejews P&F für zwei Klaviere in der Ersten, etc. Für Interessierte ist die gesamte Werkliste hier zu finden: mehr

Yaara wurde eingeladen als Jurymitglied teilzunehmen, und es war für sie/mich eine besondere angenehme Erfahrung, da die meisten Juroren wirklich ernsthafte Musiker und gutmütige Menschen waren. Und das ist beileibe nicht ironisch gemeint!

Das handwerklich-pianistische Niveau der Kandidaten war sehr hoch und höchst respektabel. Allerdings, wenn es darum ging beeindruckende Künstlerpersönlichkeiten ausfindig zu machen, wurden die Auswahl-Möglichkeiten schon ausgedünnt. Das ist aber vielleicht viel verlangt, denn gerade bei Klavierduos dauert es sehr lang bis aus zwei Menschen ein Duo wird. Das haben Andreas uns ich auf eigenem Leib erfahren und erleben müssen....

Es gab eine Menge an Bild- und Filmdokumentationen, und man kann die Fülle des Materials nach Belieben anklicken: mehr

Ich persönlich hatte am Rande des 1. Presiträger-Konzerts die Gelegenheit gehabt einige Fragen zu beantworten (ca. ab Minute 59): mehr

Luzern Festival 
KKL 18.08.2015

Wie immer ein Sonder-Vergnügen: Eine wunderschöne Stadt, ein toller Saal und ein internationales Publikum! Dieses Mal zusammen mit den begeisterungsfähigen Festival Strings unter Daniel Dodds. Unser Beitrag zum Programm bestand aus Mozarts Konzert für zwei Klaviere und Orchester und dem beliebten Karneval der Tiere von Camille Saint-Saëns.

Die launigen leicht gewandelte Kommentare von Loriot hat der TV Moderator Kurt Aeschbacher in Schwizerdütsch vorgetragen.

Foto: Lucerne Festival
Karneval der Tiere: Kurt Aeschbacher in Aktion.
Foto: Lucerne Festival

"Humor" war das Moto des Festivals und um diesem Thema zu entsprechen hat das Duo als Zugabe den 1. Satz aus Mozarts Sonata Facile in Edvard Griegs Fassung für 2 Klaviere "serviert": Grieg hatte den ursprünglichen Mozart-Text einem Klavier überlassen, wobei der zweite Klavier mehr oder weniger dezente, aber stets geschmackvolle Zusätze aus Griegs Hand (bzw. Ohr) hinzufügt.

Foto: Lucerne Festival
Tal & Groethuysen bei der Zugabe Mozart/Grieg
Foto: Lucerne Festival

Der Journalist Léonard Wüst schrieb für die Innerschweizeronline:"...Das Orchester glänzend aufgelegt, die Klaviervirtuosen fügten sich nahtlos ein, fein perlend die Läufe, filigran bis ins Detail austariert und ausgewogen harmonierten und ergänzen sich die beiden, ihren Ruf als eines der weltbesten Klavierduos festigend."

Ergänzend zu dieser Feststellung, ging der Kritiker der "Neuen Luzerner Zeitung online" ins erfreuliche Detail: "...Die subtile Artikulation des bekannten Klavierduos Yaara Tal & Andreas Groethuysen zusammen mit dem biegsamen Klang der Festival Strings unter Daniel Dodds ergaben einen doppelten Dialog sowohl zwischen den Pianisten als auch zwischen dem Duo und dem Orchester. Wie dieses hauchzart oder straff mal üppige, mal glasklare Klangfarben beisteuerte, machte dieses Stück zu einem kleinen Mozartfestival."

Um ehrlich zu sein: Das Karneval ist nicht unser Lieblingsstück, nicht desto trotz muss man konstatieren, dass das Werk durchaus eine Originalität, ja sogar geniale Züge aufweist. Dazu schreibt Gerda Neuhoeffer: "...Selten hat man die Kolibris zarter schwirren oder die Esel sichtbarer jammern hören, wenn die Geigenbögen bei jedem Strich voll in die Höhe gerissen wurden. Und selten fanden die Eichhörnchen, trotz Dirigentenhilfe eines Cellisten oder gar des Metronoms, mühsamer zum gemeinsamen Rhythmus. Natürlicher Höhepunkt war das Solo des Schwans auf dem Cello, auch wenn sich der Fuchs über ihn als «uffgmotzte Geck» mockierte..."

Studien nach Bachs Kunst der Fuge von Reinhard Febel (1952) für zwei Klaviere
Ein Auftragswerk der Ansbacher Bachwochen 2015. Uraufführung: 6.8.2015

Studien nach Bachs Kunst der Fuge von Reinhard Febel

Es mag merkwürdig klingen: Bachs Fugen sind, so wie sie da stehen, schon so komplex und in sich quasi endgültig abgeschlossen, und nun kommt ein zeitgenössischer Komponist und möchte dieses polyphone Gewebe weiter verarbeiten? Wohin? Und wie soll das, bitte schön, überhaupt funktionieren?

Studien - man kann das Wort als ein Synonym für Etüden verstehen, eine Art Übung, wie sie von Czerny, Chopin oder Debussy konzipiert wurden. Also: Ein Musikstück, das eine gewisse musikalische Schwierigkeit trainiert, durch ständiges Repetieren die Kompetenz des ausübenden Musikers erhöht. Es können darunter sowohl rhythmische, pianistische als auch rein klangliche Aufgaben sein.

Man könnte Studien aber auch verstehen als eine kompositorische Etüde, also eine Übung, die dem Komponisten ein gewisses Training auferlegt. Nur, dass der Komponist nicht bei Null anfängt, sondern sich ein bereits vorhandenes Werk als Grundlage nimmt und darauf "trainiert".

"Studie nach" könnte also auch im Sinne von "fantasieren nach" oder "angeregt durch" verstanden werden. Es könnte sein, dass ein Komponist eine Komposition eines anderen Meisters hört, davon total begeistert, ja erotisiert ist - am liebsten hätte er selber das Werk geschrieben... Das geht leider nicht mehr. Was jedoch geht, ist die eigene Kreativität loszulassen, loszuschicken, ihr Flügel zu verleihen und das Ergebnis als Studie in die Welt zu setzen.

In Febels Fall treffen alle diese Varianten zusammen! Die beiden Pianisten werden viel zusammen üben müssen um das Werk zu meistern, und der Komponist musste sehr sorgfältig die geniale Vorlage studieren und verstehen, um die so raffinierte und exquisite Modifikationen zu ersinnen und auszuarbeiten.

In Ansbach (6.8.2015) kommen sieben der insgesamt 18 Studien zur Aufführung. Wir hoffen, im Laufe der nächsten Jahre alle restlichen Studien nach und nach einstudieren und dann als ein abendfüllendes Programm darbieten zu können.

Komponist Reinhard Febel; Foto: Jim Albright
Komponist Reinhard Febel, Foto Jim Albright

Foto: Bachwoche AnsbachFoto: Bachwoche AnsbachFoto: Bachwoche AnsbachFoto: Bachwoche AnsbachFoto: Bachwoche AnsbachFoto: Bachwoche AnsbachFoto: Bachwoche Ansbach
Fotos: Bachwoche Ansbach

".......Es ist bewundernswert, wie klar und raffiniert das Duo Tal-Groethuysen hierbei Original und Verfremdung auffächerten. Das war streckenweise sogar amüsant, scherzhaft und ganz gewiss eine große virtuose Herausforderung für Komponist und Interpreten gleichermaßen.... Das ergab begeisterten Beifall, sichtlich erfreute Künstler und weckte den Wunsch nach mehr, nach den restlichen Febel-Bach-Studien." (Fränkischen Landeszeitung vom 07.08.2015)

Über das Konzert des Duos in Ansbach schreibt "Der Opernfreund": "Mit dem Zyklus „Ansbachisches Konzert“ erfährt die kompositorische Adäquanz zu Bach auch 2015 eine zielgerichtete Fortschreibung. Den zeitgenössischen Kontrapunkt setzte diesmal Reinhard Febel mit „Studien über Bachs ‚Kunst der Fuge‘ für zwei Klaviere“, die das Spitzenduo Yaara Tal und Andreas Groethuysen mit beispielgebender Differenzierung aus der Taufe hob." Ähnlich wie der Rezensenten der Fränkischen Landeszeitung beschreibt "Der Opernfreund" das Spiel des Duos folgendermassen: "Mit vibrierenden klanglichen Farben und effektreichen Einsprengseln wird das Bachsche Fugenmaterial auf fantasiereiche Weise umspielt, erweitert, gespiegelt und so zu einem suggestiv erfahrbaren Erlebnis geformt, das bei den Zuhören positive Resonanz auslöste."

Schubertiade Hohenems - 08.05.2015

Eigentlich unser "Kerngeschäft" - Schubert pur mit dem Divertissement à la hongrois und der berühmten Fantasie in f-Moll, aber auch mit einer Repertoire-Premiere: Die Ouvertüre zur Oper Fierabras in der Fassung des Komponisten für Klavier zu vier Händen. In der Schubertiade 2016 am 07.09.2016 werden wir eine weitere Ouvertüre zum ersten Mal präsentieren, und zwar jene zu der Oper "Alfonso und Estrella".

Tal & Groethuysen

© Schubertiade



LIEBESLIEDER

Die Frühlingszeit 2015 hat unter diesem Motto eine neue Partnerschaft hervorgebracht: Das Duo hat einige Konzerte und eine CD Produktion mit dem SWR Vokalensemble unter Florian Helgath produziert. So Waren die Musiker bei der Schwetzinger SWR Festspiele zu Gast wie auch in der Liederhalle in Stuttgart. Das Konzert aus Schwetzingen war live in Radio zu hören, ist aber auch als Podcast verfügbar:

Das Programm präsentierte auch eine Uraufführung, ein Werk des jungen Komponisten Daniel Smutny: "12 Lieder einer Liebe". Das Auftragswerk ist dem Duo und dem Vokalensemble gewidmet.


Die Entdeckung

Für uns war die Zusammenarbeit mit dem Chor eine Gelegenheit ein wunderbares Werk kennenzulernen, eine völlig vergessene Rarität: 5 Russische Volkspoesien vom Anton Rückauf (1855 - 1903). Der in Prag geborene Komponist war bekannt als Pianist und Liedbegleiter.

Neueste CD-Veröffentlichung


Yaaras 2. Solo-CD!

Polonaise
Yaara Tal

Polonaise

Veröffentlichung: 4. August 2017
Label: Sony Classical


Colors
Duo Tal & Groethuysen

Colors

Veröffentlichung: 4. August 2017
Label: Sony Classical


The Art of Tal & Groethuysen

BOX - 10 CDs
Duo Tal & Groethuysen

The Art of Tal & Groethuysen

Veröffentlichung: 4. März 2016
Label: Sony Classical



1915
Claude Debussy, Reynaldo Hahn
Duo Tal & Groethuysen

1915

Veröffentlichung: 14. August 2015
Label: Sony Classical



Yaaras 1. Solo-CD!

Seven Last Words
Haydn, Schönberg, Bartok
Yaara Tal

Seven Last Words

Veröffentlichung: 05. September 2014
Label: Sony Classical