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Piano-Duo Tal & Groethuysen

Als Yaara Tal & Andreas Groethuysen sich 1985 aus Anlass eines einzigen Konzertes zu einem provisorischen Klavierduo zusammenschlossen, konnten sie natürlich die Bedeutung dieses Schrittes weder für sich persönlich noch für diese Gattung insgesamt abschätzen. Die unvorhersehbar positive künstlerische Entwicklung und das nicht nachlassende Interesse seitens des Plattenlabels SONY CLASSICAL und des internationalen Konzertmarktes ließen jedoch das Duo Tal & Groethuysen anschließend zu einem der programmatisch spannendsten und klanglich-ästhetisch vollkommendsten Klavierduos überhaupt heranreifen. Deren Schaffen wurde fünf Mal mit dem "ECHO Klassik" gewürdigt, sowie zehn Mal mit dem "Preis der Deutschen Schallplattenkritik", "Cannes Classical Award" etc.

Nachdem Andreas und Yaara die ersten Jahre ihrer Karriere vornehmlich dem diffizileren - und nach aussen hin zunächst nicht ganz so wirkungsvollen - Spiel an einem Klavier gewidmet haben, hat das Duo in den letzten Jahren diesen Schwerpunkt verlagert - und konzertiert und produziert mit Genuss auch das faszinierende, zum Teil nach wie vor unbekannte Repertoire für zwei Klaviere.

Aktuelle News

München, Allerheiligen Hofkirche 23.3.2016
"Sieben letzte Worte"
Haydn + Schönberg, Bartok

Im Anschluss an den Konzerten in Salzburg und Blaibach (neues Konzerthaus) kam der Auftritt in der wunderschönen Kirche in der Münchner Residenz. Nach einer ausführlichen Einführung mit Musikbeispielen hat Yaara das identische Programm wie auf ihrer Konzept-CD "Seven last Words" präsentiert. (Hier bitte zum CD verlinken) Erfreulich war die beglückende Resonanz der Publikums und die so sinnige Besprechung in der Süddeutsche Zeitung: "....So gelingt ein Epochen-Potpourri als überzeitliche und sinnliche Meditation in einem hervorragend musizierten und intellektuell anregenden Konzert".

Am Konzerttag hat Yaara auch ein Interview dem Bayerischen Rundfunk gegeben.


Allerheiligen HofkircheAllerheiligen HofkircheAllerheiligen Hofkirche
Fotos: Ernst Denk



Freiburg, Albert-Konzerte 11.2.2016
Bach: Goldberg Variationen

Fassung für 2 Klaviere von J. Rheinberger, von Max Reger revidiert

...Und wieder war es der Zauber dieser Komposition, dem sowohl Rheinberger, Ende des 19. Jahrhunderts, sowie auch Reger vor 100 Jahren erlegen waren. So entfaltete sich der Abend in Freiburg wie von selbst....

Badische Zeitung 13.2.2016
"Das Phänomenale des in seinem Ablauf ungewöhnlichen Albert-Abends war vor allem – wer das Duo kennt, weiß es – die Homogenität dieser auch die Nuancen des Leisen pflegenden Pianisten. Zwei Spieler sprachen mit einer Stimme. Wie sie auf feinfühligste und geschmackvollste Weise Licht in die jeweils aus Tanz, Bravourstück und Kanon bestehenden Bach’schen Dreiergruppen brachten: Das bewies eminente Klavierkunst. Ein Paar, das sich gleichsam blind versteht."

Der Auftakt zu Max Reger Jahr
Weiden 24.01.2016

Vor 100 Jahre verstarb einer der extravagantesten Komponisten der Musikgeschichte. Max Reger. Der in Weiden i.d. Oberpfalz geborene Workaholic ist nach wie vor ein Outsider im Konzertbetrieb geblieben: Unangepasst, oft zu komplex, opulent. Aber auch zart, verführerisch, traurig. Die Stimmung wechselt unvermittelt. Man weiß nicht immer warum oder wohin. Um so mehr ist es die rechte Zeit sich für dieses Sorgenkind einzusetzen. Wir haben das seit Bestehen unseres Duos getan, war doch Reger schon ein Bestandteil unseres aller ersten Klavierabends: Da spielten wir die witzig-grotesken Burlesken!

Seitdem hat unsere Verehrung diesem Komponisten nicht nachgelassen, und es ist eine Reihe von Einspielungen seiner Werke entstanden:

Goldberg VariationsMax RegerChoralMax Reger

Im Weidener Konzert haben wir (nebst Kompositionen von Mozart) Reger's Variationen über ein Thema von Beethoven op. 86 für zwei Klaviere gespielt. Die Zugabe war eine Überraschung, die wir extra für dieses Konzert einstudiert haben: Die britische Hymne "God save the Queen" so wie Reger sie sich phantasiert hat. Komponiert in Weiden im Januar 1901 anlässlich des Todes von Königin Victoria. (In Deutschland war diese Melodie bekannt und populär unter dem Titel: Heil Dir im Siegeskranz!)

Die Presse fasste so das Dargebotene:
"Es bedarf dabei der Klasse eines symbiotisch zusammenwirkenden Duos, um den Schattierungen und Farben differenziert und plastisch zu begegnen, ohne in Hektik und Effekthascherei zu verfallen. Das gelang Yaara Tal und Andreas Groethuysen in vollendeter Klarheit und Präzision, mit wenig Pedaleinsatz und mit fast minimalistischem Blickkontakt und Körperimpulsen".


Weiden
Foto: Kunz

Olpe 15.01.2016
Burghausen 22.01.2016
Mozart, Mozart/Grieg, Debussy, Strauss

"Was dieses geniale Duo dem Olper Publikum zu bieten hatte, war wirklich fantastische Kunst!"

Klavierabend im Herkulessaal, München 06.12.2015
Beethoven, Reger, Debussy

Ein Heimspiel bedeutet einerseits ein wohlwollendes Publikum und gleichzeitig auch sehr hohe Erwartungen und man möchte niemanden enttäuschen. Also steht dieser Konzerttermin als Leuchtturm mit erkennbarem Schatten in der Agenda. Und die Aufregung bei uns ist schon speziell...

Daher nun die grosse Erleichterung ob des gelungenen Abends.

Das Fazit der Rezensentin der Süddeutschen Zeitung vom 8.12.2015: "....Tal und Groethuysen haben über den Abend hinweg Musikgeschichte in ein hochspannendes Stück Musiktheater mit 20Fingern verwandelt." Das klangliche Ergebnis der Beethoven Variationen zu vier Händen beschreibt sie folgendermaßen: "Es ist herrlich, welch weichen Bass Groethuysen erzeugt und wie sinnlich-keck Tal die Oberstimme darauf setzt. Da macht die Aufsplittung auf vier Hände Sinn - nicht nur, weil es voller wird, sondern weil mehr Ausdruckmöglichkeit zur gleichen Zeit vorhanden ist. Ein erstaunlicher Effekt: Das Spiel ist transparent und klar, aber gleichzeitig auch hoch theatral."

Übrigens: Als zweite Zugabe konnten wir dem Publikum die 11. Studie von Reinhard Febels Kunst der Fuge präsentieren. Das Stück kam wie in der UA in Ansbach blendend an, und viele lobten den swingenden und jazzigen Drive des Werkes. Diese Komposition könnte womöglich eine der bedeutendsten Beiträge zur modernen Literatur für zwei Pianisten werden!

HerkulessaalFoto: Ernst Denk

Preis der Deutschen Schallplattenkritik
15.11.2015
"1915" gewinnt in der Rubrik Tasteninstrumente.

Zum 10. Mal (!) gewinnt das Duo diesen Preis, der von einer unabhängigen Jury verliehen wird. Aus der Begründung der Jury: An Ideen zur programmatischen Perspektiverweiterung fehlt es dem Klavierduo Tal & Groethuysen nicht, wie diese neue Sony-Einspielung unter dem (musik)geschichtlichen Motto „1915“ einmal mehr beweist....Trügerisch friedfertig erscheint so das Jahr 1915, zumal die herzerwärmenden, intelligent-sentimentalen, auch depressiv angehauchten Stücke von Hahn den Hörer in die Welt einstiger Übereinstimmung von Kunst und geschmeidiger Unterhaltung versetzen."

Goldberg Variationen
Eine bunte und üppige Konzertreihe in der Frankfurter Alten Oper
04.10.2015

Es sind schon mehr als drei Jahre vergangen, seit dem wir das letzte Konzert mit den Goldberg Variationen gespielt hatten, und als die Einladung nach Frankfurt kam, haben wir es uns ernsthaft überlegt, ob wir am Ende einer recht anspruchsvollen Saison noch ausreichend Kraft und Inspiration finden werden, dieses Meisterwerk neu aufzunehmen.

Nun sind wir froh, dass wir die Mühe nicht gescheut haben, denn das fantastische Werk hat uns wieder begeistert und bewegt.

Die Fassung für zwei Klaviere hat Josef Rheinberger Ende des 19. Jahrhunderts besorgt und Max Reger weiter ins rechte Licht des angehenden 20. JH gerückt. Wir wiederum, erlauben uns darauf die "postmodernen Spirits" des 21. JH zu stülpen, und im folgenden Video auch dies zu erklären und zu demonstrieren:

Beethovenfest Bonn - "Changes" 
27.09.2015

Für das Beethovenfest hat das Duo ein ehrgeiziges Programm zusammengeschmiedet. Das Thema des Festes, von der neuen Intendantin Nike Wagner ausgesucht, hiess "Changes", also Veränderungen, Variationen, Variablen...

Das Programm von T&G präsentierte zunächst zwei Variationswerke vom Beethoven selber für einen Klavier zu 4 Händen. Beide Werke mit Entstehungsdatum um die Wende vom 18. ins 19. JH werden so gut wie nie im Konzert gespielt, was ein mittelprächtiger Jammer ist, denn das erste davon - nach einem Thema des Grafen Waldstein - sehr theatralisch ist, und das zweite, über das Lied "Ich denke Dein" ist zauberhaft lyrisch. Anschliessend folgten die Variationen über ein Thema von Beethoven von Camille Saint-Saëns. Das Thema ist der Klaviersonate op. 31/3 entnommen (und für uns war es ein neues Repertoirestück).

In der zweiten Hälfte erklangen die grandiosen Beethoven-Variationen op. 86 von Max Reger. Da diese auf der 11. Klavier-Bagatelle aus Opus 119 basiert sind, hat das Duo eine originelle Idee ersonnen: Es brachte alle Bagatellen dieser Sammlung zum Gehör, jedoch in alternierenden Ausführung: Die 1., 3., 5., etc hat Andreas gespielt, und die 2., 4., 6., etc Yaara. So ergab sich eine Art "Ping-Pong" zwischen beiden Klavieren und Pianisten. Die 11. Variation hat das Duo so gespielt wie Reger sie haben wollte, nämlich auf beiden Flügeln verteilt, und dann ging es direkt in die Regerschen Variationen.

Im Bonner General-Anzeiger konnte man über die Regerschen Variationen lesen: "Tal und Groethuysen bewältigen diesen pianistischen Koloss nicht nur, sie machten ihn von Anfang bis Ende spannend, ja stellenweise geradezu kurzweilig". Mehr

Der Rezensent der Bonner Rundschau öffnet seine Besprechung mit der Beobachtung: "Für Enthusiasten gelten Tal &Groethuysen als das beste Klavierduo der Welt". Und zwei Sätze später - da muss man recht vergnügt schmunzeln - steht: "Seit 30 Jahren ein schönes Paar". Der abschliessende Satz seiner Kritik lautet: "Gut dass es dieses Duo gibt!".

Bei so viel Lebensfreude kann auch die Chefin nicht fehlen: Hier ein Foto mit Nike Wagner. Schade, dass Andreas noch beim signing war!

Nike Wagner & Yaara Tal
Foto: Beethovenfest Bonn

Yaara Tal & Andreas Groethuysen
Foto: Beethovenfest Bonn

ARD - Musikwettbewerb 2015

Jährlich im September, pünktlich bis zum Auftakt des Oktoberfests, veranstaltet der ARD seinen Internationalen Musikwettbewerb in München. Traditionsgemäß wechseln sich die Fächer, und heuer haben wieder einmal zahlreiche Klavierduos eine Chance bekommen sich zu präsentieren. Das gewünschte Repertoire hat nebst den - mehr oder weniger - berühmten Kompositionen von Mozart und Schubert auch "Extravaganza" als Pflicht: C.M. von Weber bereits in der Vorrunde, dann Tanejews P&F für zwei Klaviere in der Ersten, etc. Für Interessierte ist die gesamte Werkliste hier zu finden: mehr

Yaara wurde eingeladen als Jurymitglied teilzunehmen, und es war für sie/mich eine besondere angenehme Erfahrung, da die meisten Juroren wirklich ernsthafte Musiker und gutmütige Menschen waren. Und das ist beileibe nicht ironisch gemeint!

Das handwerklich-pianistische Niveau der Kandidaten war sehr hoch und höchst respektabel. Allerdings, wenn es darum ging beeindruckende Künstlerpersönlichkeiten ausfindig zu machen, wurden die Auswahl-Möglichkeiten schon ausgedünnt. Das ist aber vielleicht viel verlangt, denn gerade bei Klavierduos dauert es sehr lang bis aus zwei Menschen ein Duo wird. Das haben Andreas uns ich auf eigenem Leib erfahren und erleben müssen....

Es gab eine Menge an Bild- und Filmdokumentationen, und man kann die Fülle des Materials nach Belieben anklicken: mehr

Ich persönlich hatte am Rande des 1. Presiträger-Konzerts die Gelegenheit gehabt einige Fragen zu beantworten (ca. ab Minute 59): mehr

Luzern Festival 
KKL 18.08.2015

Wie immer ein Sonder-Vergnügen: Eine wunderschöne Stadt, ein toller Saal und ein internationales Publikum! Dieses Mal zusammen mit den begeisterungsfähigen Festival Strings unter Daniel Dodds. Unser Beitrag zum Programm bestand aus Mozarts Konzert für zwei Klaviere und Orchester und dem beliebten Karneval der Tiere von Camille Saint-Saëns.

Die launigen leicht gewandelte Kommentare von Loriot hat der TV Moderator Kurt Aeschbacher in Schwizerdütsch vorgetragen.

Foto: Lucerne Festival
Karneval der Tiere: Kurt Aeschbacher in Aktion.
Foto: Lucerne Festival

"Humor" war das Moto des Festivals und um diesem Thema zu entsprechen hat das Duo als Zugabe den 1. Satz aus Mozarts Sonata Facile in Edvard Griegs Fassung für 2 Klaviere "serviert": Grieg hatte den ursprünglichen Mozart-Text einem Klavier überlassen, wobei der zweite Klavier mehr oder weniger dezente, aber stets geschmackvolle Zusätze aus Griegs Hand (bzw. Ohr) hinzufügt.

Foto: Lucerne Festival
Tal & Groethuysen bei der Zugabe Mozart/Grieg
Foto: Lucerne Festival

Der Journalist Léonard Wüst schrieb für die Innerschweizeronline:"...Das Orchester glänzend aufgelegt, die Klaviervirtuosen fügten sich nahtlos ein, fein perlend die Läufe, filigran bis ins Detail austariert und ausgewogen harmonierten und ergänzen sich die beiden, ihren Ruf als eines der weltbesten Klavierduos festigend."

Ergänzend zu dieser Feststellung, ging der Kritiker der "Neuen Luzerner Zeitung online" ins erfreuliche Detail: "...Die subtile Artikulation des bekannten Klavierduos Yaara Tal & Andreas Groethuysen zusammen mit dem biegsamen Klang der Festival Strings unter Daniel Dodds ergaben einen doppelten Dialog sowohl zwischen den Pianisten als auch zwischen dem Duo und dem Orchester. Wie dieses hauchzart oder straff mal üppige, mal glasklare Klangfarben beisteuerte, machte dieses Stück zu einem kleinen Mozartfestival."

Um ehrlich zu sein: Das Karneval ist nicht unser Lieblingsstück, nicht desto trotz muss man konstatieren, dass das Werk durchaus eine Originalität, ja sogar geniale Züge aufweist. Dazu schreibt Gerda Neuhoeffer: "...Selten hat man die Kolibris zarter schwirren oder die Esel sichtbarer jammern hören, wenn die Geigenbögen bei jedem Strich voll in die Höhe gerissen wurden. Und selten fanden die Eichhörnchen, trotz Dirigentenhilfe eines Cellisten oder gar des Metronoms, mühsamer zum gemeinsamen Rhythmus. Natürlicher Höhepunkt war das Solo des Schwans auf dem Cello, auch wenn sich der Fuchs über ihn als «uffgmotzte Geck» mockierte..."

Studien nach Bachs Kunst der Fuge von Reinhard Febel (1952) für zwei Klaviere
Ein Auftragswerk der Ansbacher Bachwochen 2015. Uraufführung: 6.8.2015

Studien nach Bachs Kunst der Fuge von Reinhard Febel

Es mag merkwürdig klingen: Bachs Fugen sind, so wie sie da stehen, schon so komplex und in sich quasi endgültig abgeschlossen, und nun kommt ein zeitgenössischer Komponist und möchte dieses polyphone Gewebe weiter verarbeiten? Wohin? Und wie soll das, bitte schön, überhaupt funktionieren?

Studien - man kann das Wort als ein Synonym für Etüden verstehen, eine Art Übung, wie sie von Czerny, Chopin oder Debussy konzipiert wurden. Also: Ein Musikstück, das eine gewisse musikalische Schwierigkeit trainiert, durch ständiges Repetieren die Kompetenz des ausübenden Musikers erhöht. Es können darunter sowohl rhythmische, pianistische als auch rein klangliche Aufgaben sein.

Man könnte Studien aber auch verstehen als eine kompositorische Etüde, also eine Übung, die dem Komponisten ein gewisses Training auferlegt. Nur, dass der Komponist nicht bei Null anfängt, sondern sich ein bereits vorhandenes Werk als Grundlage nimmt und darauf "trainiert".

"Studie nach" könnte also auch im Sinne von "fantasieren nach" oder "angeregt durch" verstanden werden. Es könnte sein, dass ein Komponist eine Komposition eines anderen Meisters hört, davon total begeistert, ja erotisiert ist - am liebsten hätte er selber das Werk geschrieben... Das geht leider nicht mehr. Was jedoch geht, ist die eigene Kreativität loszulassen, loszuschicken, ihr Flügel zu verleihen und das Ergebnis als Studie in die Welt zu setzen.

In Febels Fall treffen alle diese Varianten zusammen! Die beiden Pianisten werden viel zusammen üben müssen um das Werk zu meistern, und der Komponist musste sehr sorgfältig die geniale Vorlage studieren und verstehen, um die so raffinierte und exquisite Modifikationen zu ersinnen und auszuarbeiten.

In Ansbach (6.8.2015) kommen sieben der insgesamt 18 Studien zur Aufführung. Wir hoffen, im Laufe der nächsten Jahre alle restlichen Studien nach und nach einstudieren und dann als ein abendfüllendes Programm darbieten zu können.

Komponist Reinhard Febel; Foto: Jim Albright
Komponist Reinhard Febel, Foto Jim Albright

Foto: Bachwoche AnsbachFoto: Bachwoche AnsbachFoto: Bachwoche AnsbachFoto: Bachwoche AnsbachFoto: Bachwoche AnsbachFoto: Bachwoche AnsbachFoto: Bachwoche Ansbach
Fotos: Bachwoche Ansbach

".......Es ist bewundernswert, wie klar und raffiniert das Duo Tal-Groethuysen hierbei Original und Verfremdung auffächerten. Das war streckenweise sogar amüsant, scherzhaft und ganz gewiss eine große virtuose Herausforderung für Komponist und Interpreten gleichermaßen.... Das ergab begeisterten Beifall, sichtlich erfreute Künstler und weckte den Wunsch nach mehr, nach den restlichen Febel-Bach-Studien." (Fränkischen Landeszeitung vom 07.08.2015)

Über das Konzert des Duos in Ansbach schreibt "Der Opernfreund": "Mit dem Zyklus „Ansbachisches Konzert“ erfährt die kompositorische Adäquanz zu Bach auch 2015 eine zielgerichtete Fortschreibung. Den zeitgenössischen Kontrapunkt setzte diesmal Reinhard Febel mit „Studien über Bachs ‚Kunst der Fuge‘ für zwei Klaviere“, die das Spitzenduo Yaara Tal und Andreas Groethuysen mit beispielgebender Differenzierung aus der Taufe hob." Ähnlich wie der Rezensenten der Fränkischen Landeszeitung beschreibt "Der Opernfreund" das Spiel des Duos folgendermassen: "Mit vibrierenden klanglichen Farben und effektreichen Einsprengseln wird das Bachsche Fugenmaterial auf fantasiereiche Weise umspielt, erweitert, gespiegelt und so zu einem suggestiv erfahrbaren Erlebnis geformt, das bei den Zuhören positive Resonanz auslöste."

Schubertiade Hohenems - 08.05.2015

Eigentlich unser "Kerngeschäft" - Schubert pur mit dem Divertissement à la hongrois und der berühmten Fantasie in f-Moll, aber auch mit einer Repertoire-Premiere: Die Ouvertüre zur Oper Fierabras in der Fassung des Komponisten für Klavier zu vier Händen. In der Schubertiade 2016 am 07.09.2016 werden wir eine weitere Ouvertüre zum ersten Mal präsentieren, und zwar jene zu der Oper "Alfonso und Estrella".

Tal & Groethuysen

© Schubertiade



LIEBESLIEDER

Die Frühlingszeit 2015 hat unter diesem Motto eine neue Partnerschaft hervorgebracht: Das Duo hat einige Konzerte und eine CD Produktion mit dem SWR Vokalensemble unter Florian Helgath produziert. So Waren die Musiker bei der Schwetzinger SWR Festspiele zu Gast wie auch in der Liederhalle in Stuttgart. Das Konzert aus Schwetzingen war live in Radio zu hören, ist aber auch als Podcast verfügbar:

Das Programm präsentierte auch eine Uraufführung, ein Werk des jungen Komponisten Daniel Smutny: "12 Lieder einer Liebe". Das Auftragswerk ist dem Duo und dem Vokalensemble gewidmet.


Die Entdeckung

Für uns war die Zusammenarbeit mit dem Chor eine Gelegenheit ein wunderbares Werk kennenzulernen, eine völlig vergessene Rarität: 5 Russische Volkspoesien vom Anton Rückauf (1855 - 1903). Der in Prag geborene Komponist war bekannt als Pianist und Liedbegleiter.


SINGEN KANN DOCH JEDER!

Am Muttertag haben Chor und Duo zusammen mit dem Moderator Malte Arkona und die Schauspielerin Elisabeth Findeis zwei lustige Familienkonzerte mit Brahms Lieberlieder gestaltet.

Klavierfestival Ruhr 2015
Duisburg Gebläsehalle 17.04.2015

Yaara Tal & Andreas Groethuysen begeistern beim Eröffnungskonzert mit Mozart, Edvard Grieg und Richard Strauss  (Opernmagazin)

Tal & Groethuysen

© Klavier-Festival Ruhr/Frank Mohn

"Die Ehre des Eröffnungskonzerts gab uns jetzt das seit drei Jahrzehnten erfolgreiche Klavierduo Yaara Tal & Andreas Groethuysen. In der ausverkauften Gebläsehalle gab es zunächst zwei jener Werke von Wolfgang Amadeus Mozart, denen Grieg 1877 eine zweite Klavierstimme hinzufügte. Bei der bekannten Sonate Nr. 16 C-Dur KV 545 "Sonata facile" hat das Finale nun tatsächlich den Schwung eines norwegischen Bauerntanzes, und die beklemmenden, teils wehmütigen Züge der Fantasie c-Moll KV 457 wurden unter Griegs Händen noch dramatischer, fast wagnerianisch."  (Rheinische Post)

"Das Klavierduo begeisterte zudem mit der Peer Gynt Suite in einer faszinierenden Fassung für zwei Klaviere von Richard Simm sowie mit einer Bearbeitung der Tondichtung Till Eulenspiegels lustige Streiche von Richard Strauss"...... "bei der man sich vor allem an der traumwandlerisch harmonischen Partnerschaft und gleichwertigen musikalischen und spieltechnischen Qualität des Duos erfreuen konnte."  (Opernmagazin, WAZ)

"Beste Voraussetzungen für den kostbarsten und einzigen originalen Beitrag des Abends, Mozarts Sonate für zwei Klaviere in D-Dur KV 448 ... Feiner und lebendiger, perfekter im Zusammenspiel und brillanter im Klang als das Duo Tal & Groethuysen lässt sich das Werk kaum realisieren. Der absolute Höhepunkt des Abends." (WAZ)

Tal & Groethuysen

© Klavier-Festival Ruhr/Frank Mohn

Interviews

„Unser Musizieren hat auch eine erotische Komponente“

INTERVIEW TAL & GROETHUYSEN

 

„Da fehlt ein bisschen die Erotik“

BLIND GEHÖRT YAARA TAL & ANDREAS GROETHUYSEN
Das Klavierduo Yaara Tal & Andreas Groethuysen hört und kommentiert CDs von Kollegen, ohne dass es erfährt, wer spielt.

Neueste CD-Veröffentlichung

The Art of Tal & Groethuysen
BOX - 10 CDs
Duo Tal & Groethuysen

The Art of Tal & Groethuysen

Veröffentlichung: 4. März 2016
Label: Sony Classical



1915
Claude Debussy, Reynaldo Hahn
Duo Tal & Groethuysen

1915

Veröffentlichung: 14. August 2015
Label: Sony Classical


Yaaras erste Solo-CD!

Seven Last Words
Haydn: Die sieben letzten Worte unseres Erlösers
Schönberg, Bartok


Yaara Tal

Seven Last Words

Veröffentlichung: 05. September 2014
Label: Sony Classical


Unsere 30. CD bei Sony Classical!


Rossini: Petite Messe Solennelle

Duo Tal & Groethuysen

Rossini

Veröffentlichung: 11. April 2014
Label: Sony Classical


Mozart & Czerny
Concertos for two Pianists and Orchestra

Duo Tal & Groethuysen

Mozart & Czerny

Veröffentlichung: 14. Februar 2014
Label: Sony Classical



Wiederveröffentlichungen 2015

R. Schumann, J. Brahms
Inspiration & Adoration

Duo Tal & Groethuysen

R. Schumann, J. Brahms - Inspiration & Adoration
Wiederveröffentlichung: 22. Mai 2015
Label: Sony Classical



Children's Corner
Duo Tal & Groethuysen

Children's Corner
Wiederveröffentlichung: 27. Februar 2015
Label: Sony Classical